Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen.
Kultur? Museen, Theater und Bibliotheken sind scheinbar nicht die Orte, von denen aus sich die Gesellschaft gestalten lässt. Wer sich in der Politik profilieren will, versucht sich auf anderen Feldern. Rechtspopulistische Parteien erkennen in dieser Gleichgültigkeit ihre Chance. Für sie ist Kultur der Kampfplatz, auf dem sie ihre anti-modernen, völkischen und homophoben Ideen durchsetzen können. In Polen, Österreich und den USA gehört das schon jetzt zum erschreckenden Alltag. Christoph Bartmann schlägt Alarm: Wenn die liberale Mitte diese Gefahr nicht ernst nimmt, hat die Rechte leichtes Spiel. Noch ist es nicht zu spät, Strategien gegen deren Kulturkampf zu entwickeln.
Eine Veranstaltung des Literaturhaus Graz
Veranstaltungsdatum: Di., 26.05.2026 // 19:00 Uhr
Kategorie: Lesung & Gespräch
Reihe: Zur Sache
Im Gespräch mit: Thomas Köck
Wir bitten um Anmeldung unter: Christoph Bartmann: Attacke von rechts. Der neue Kampf um die Kultur – Literaturhaus Graz
Eintritt frei für alle, die an der Kassa „Kulturland retten“ sagen.
Christoph Bartmann, geboren 1955, studierte Germanistik und Geschichte. Er war bis 2021 am Goethe-Institut u.a. als Leiter in Kopenhagen, New York und Warschau tätig und lebt nun als freier Autor und Kritiker in Hamburg. Gemeinsam mit Berthold Franke betreibt er den Kulturpodcast „Die2plus“. Zuletzt: „Attacke von rechts. Der neue Kampf um die Kultur“ (Hanser 2026).
Thomas Köck studierte Philosophie in Wien sowie Szenisches Schreiben und Film in Berlin. Er erhielt u.a. 2018 und 2019 den Mülheimer Dramatikpreis. Zuletzt: „Chronik der laufenden Entgleisungen“ (Suhrkamp 2024).